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(c) Kinderhaus Rohrsen - Hilligsfeld
K I N D E R H A U S  ROHRSEN - HILLIGSFELD
Das "Kuckucksnest" in Hameln - Rohrsen                                                    Juni 2016                                                                                         Das „Kuckucksnest“ besteht seit November 2010 und ist mit dem Projekt „Zum Kuckuck mit den Kindern“ an den Start gegangen. Die Rektorin der Grundschule Hameln-Rohrsen, Birgit Albrecht, und die Leiterin des Kinderhauses Rohrsen/ Hilligsfeld, Susanne Schwark, beobachteten damals gemeinsam seit mehreren Jahren die mangelnde Förderung, die fehlende häusliche Unterstützung und die fehlenden gesellschaftlichen Kompetenzen der ihnen anvertrauten Kinder aus dem Wohnumfeld Kuckuck/ Rohrser Warte – einem sozialen Brennpunkt der Stadt Hameln. In diesem Wohngebiet wohnen viele verschiedene Kulturen in einfachen Wohnverhältnissen zusammen, was seit vielen Jahren immer wieder zu sozialen und gesellschaftlichen Problemen führt. Aus der Notwendigkeit, die Kinder und Eltern in diesem Wohngebiet direkter zu erreichen, ihre Probleme „vor Ort“ zu erkennen und bei der individuellen Entwicklung und Förderung der Kinder umfassender helfen zu können, ergaben sich mehrere Gespräche mit der Hausverwaltung, die das Projekt unterstützte. Allein mit ehrenamtlichem Engagement und zahlreichen Spenden wurde eine Wohnung - das „Kuckucksnest“ - im Haus Kuckuck 14, 31789 Hameln, kindgerecht eingerichtet und schnell zu einer Anlaufstelle für Kinder und Erwachsene. Spielangebote, Hausaufgabenhilfe und Lernförderung, aber auch Hilfe bei Anträgen, Bewerbungsschreiben u. ä. wurden von den Anwohnern gut genutzt und schnell zeigten sich positive Auswirkungen in der Schule und in den Elternkontakten beider Einrichtungen. Seit 2011 wird das „Kuckucksnest“ von dem gemeinnützigen Verein "SAM - Sozial- Aktiv- Menschlich e. V." getragen, der durch den Einsatz qualifizierter pädagogischer Mitarbeiter die schulische Arbeit unterstützt und den Kindern dieses Stadtteils gleichberechtigte Bildungschancen ermöglicht. Insbesondere engagiert sich der Verein für die Unterstützung der Hamelner Schulen durch die Förderung von Projekten für Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder, die auf Grund ihrer Familiensituation (Armut, bildungsferne Elternhäuser, Alleinerziehende etc.) zusätzliche Hilfe und schulische Unterstützung brauchen. In diesem Zusammenhang wurde im Hamelner Stadtteil Kuckuck/ Rohrser Warte, der von überwiegend sozial schwachen Familien und übergesiedelten rumänischen Familien (ohne deutsche Sprachkenntnisse) bewohnt wird, das Sozialprojekt "Kuckucksnest" gefördert, um die Arbeit der Grundschule zu unterstützen. Die zentrale Aufgabe des Projekts ist Prävention und Integration im Wohnumfeld Kuckuck sowie die Beratung, Betreuung und Förderung der allgemeinen Bildung in der Zielgruppe und die Vermittlung von sozialen Kompetenzen und gesellschaftlichen Werten.  Wohnfeld Kuckuck, Ausgangssituation (Sozialraumdaten)                                                                           Das Wohngebiet Kuckuck/ Rohrser Warte ist durch seine Lage am Ortsrand von Hameln-Rohrsen zwischen den beiden Bahnstrecken Hameln-Hannover und Hameln-Hildesheim vom übrigen Stadtgebiet quasi abgeschnitten. Schon seit längerer Zeit fallen die Rohrser Wohngebiete „ Kuckuck“ und „Rohrser Warte“ immer wieder als sozialer Brennpunkt auf. Bereits im Schuljahr 2011/12 zeigte die Grundschule Hameln-Rohrsen auf, dass von einer Gesamtschülerzahl (125) 51 Kinder aus sozial benachteiligten Familien kamen, von denen allein 28 Kinder im Wohngebiet „Kuckuck/Rohrser Warte“ wohnten (22,4%) – eine besondere schulische Herausforderung.  Außerdem wurde auf Grund der dortigen Wohn- und Lebensbedingungen eine große Fluktuation der Mieter festgestellt und somit ergab sich ein ständiger Wechsel in der Zusammensetzung der Schulklassen. Das Zusammenleben der unterschiedlichen Familien in den Wohnblocks zeigte vielerlei soziale Schwächen und Auffälligkeiten, die das Wohnen dort zunehmend unangenehmer macht. Oft musste die Polizei bei Gewalt- oder Eigentumsdelikten eingeschaltet werden, die Kinder erlebten Schlägereien, Gewaltausbrüche und laute Beschimpfungen auf der Straße. Nachdem im Herbst 2013 weitere rumänische Zuwanderer in die Häuser am Kuckuck gezogen sind, wurde die Wohnsituation im Viertel zunehmend komplizierter und unübersichtlicher. Kinder wurden von ihren Eltern nicht ordnungsgemäß zur Schule oder in den Kindergarten gebracht und spielten stattdessen tagsüber unbeaufsichtigt auf der Straße. Müll, Lärm, herumliegende Spielzeuge und Kleidungsstücke sowie eine Vielzahl von Beschwerden der langjährigen Bewohner belasteten das gesamte Wohngebiet und die öffentlichen Schilderungen führten zusätzlich zu einem negativen Image des Viertels. Zurzeit leben im Wohnumfeld Kuckuck und Rohrser Warte etwa 450 Menschen aus mehr als zehn verschiedenen Nationen zusammen. Die Mehrheit ist rumänisch Das „Kuckucksnest“ hat sich als eine zentrale Anlaufstelle im Wohnumfeld Kuckuck/ Rohrser Warte etabliert und zeigt mit seinen vielseitigen Angeboten für Eltern und Kinder nachhaltige Erfolge auf. Ein Schwerpunkt liegt bei der Erprobung von neuen Wegen zur Integration zugewanderter Familien. Es gilt die verschiedenen kulturellen Hintergründe und Zugangsmöglichkeiten der Betroffenen zu berücksichtigen und dadurch auch zukunftsweisend die Entwicklung für die Familien im Quartier positiv und nachhaltig zu verändern.  Projektziele - Integration und Förderung aller im „Kuckuck“ und „Rohrser Warte“ lebenden Familien - Förderung eines friedvollen Miteinanders, des gewaltfreien Umgangs und des gegenseitigen  Respekts   aller Familien im Stadtteil Kuckuck/ Rohrser Warte - Erlernen gegenseitiger Akzeptanz und Festigung der deutschen Sprache durch angeleitete   Deutschunterricht - Einführung der Eltern in das deutsche Bildungssystem und Kennenlernen der Arbeit im         Kinderhaus und in der Grundschule, ggf. mit Unterstützung von Dolmetschern - Aufzeigen von Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Eltern und Familien - Entwicklung zur Bereitschaft der Eltern, ihre Kinder zu beachten, zu achten und in ihrer individuellen   Entwicklung zu fördern  - Individuelle Förderung von Familien zur Verbesserung der Bildungschancen im gesamten Wohnumfeld       - Erlernen eines geregelten Tagesablaufes mit Einhaltung von Absprachen, Terminen und Fristen Teilnehmer Die sozialpädagogische Betreuung als präventive Vorsorge richtet sich an Eltern mit unterschiedlichen Aufenthaltsstatus mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren. Im gesamten Berichtzeitraum nahmen über 138 Teilnehmer aus 11 Herkunftsländern (Rumänien, Bulgarien, Türkei, Italien, Deutschland, Syrien, Sri-Lanka, Georgien, Ukraine, Irak, Griechenland) an den Projektangeboten teil, 98 Erwachsene und 60 Kinder und Jugendliche. Etwa 80% der erwachsenen Teilnehmer kommen aus Rumänien. Durchführung Das „Kuckucksnest“ befindet sich in zwei zusammenhängenden 3-Zimmerwohnungen im Erdgeschoss des Hauses Kuckuck 14, 31789 Hameln. Das siebenköpfige „Kuckucksnest-Team“ besteht derzeit aus drei hauptberuflichen pädagogischen Mitarbeiterinnen und vier geringfügigen Beschäftigten (davon zwei rumänische Dolmetscher). Die Einführung notwendiger neuer Angebote im Kuckucksnest während des gesamten Berichtszeitraums (Kinderspielgruppe am Vormittag, Malschule, Deutschsprachkurs für Erwachsene) machte weitere zusätzliche Personaleinstellungen (Sprachkurslehrerin, Künstlerin) und  Stundenerhöhungen für das vorhandene Personal erforderlich. Zurzeit investiert das gesamte Kuckucksnest -Team ca. 130 Stunden/ Woche in das Projekt. Projektträger: SAM -Sozial -Aktiv -Menschlich e.V.                                                                    Sedanstraße 6, Raum 202 31785 Hameln 1. Vors.: W. Heuer Tel.:05151-948226 sam-hameln@gmx.de www.sam-hameln.de  in Kooperation mit: IMPULS GmbH Hameln, Landkreis Hameln-Pyrmont, Stadt Hameln, Stiftung Wohnungshilfe, Eugen Reintjes Stiftung. Kooperationspartner Im Berichtszeitraum wurde ein großes Netzwerk mit zuverlässigen Kooperationsstrukturen geschaffen, was uns die Möglichkeit gibt, die aktuellen Themen des Stadtteils mit den unterschiedlichsten Akteuren zu bearbeiten:  - Grundschule Hameln- Rohrsen  - Kinderhaus Rohrsen/ Hilligsfeld  - Nachmittags-Club Grundschule Hameln- Rohrsen e. V.  - Stadt Hameln - Nachbarschaftstreff  - Projekt: „Miteinander leben im Kuckuck“ im Begegnungshaus Kuckuck  - Treffpunkt ZaK (Zusammen am Kuckuck)/ Projekt: „ JUGEND STÄRKEN IM QUARTIER“ im    Begegnungshaus Kuckuck  - Jugendamt des Landkreises Hameln-Pyrmont  - Impuls gGmbH Hameln  - Paritätische Dienste Hameln-Pyrmont  - Integrationsbüro des Landkreises Hameln-Pyrmont  - Familienbüro der Stadt Hameln  - Job-Center Hameln  - „Runder Tisch Kuckuck“  - Bündnis gegen Kinderarmut, Hameln  - Kinderschutzbund Hameln  - Kriminalpräventionsrat Hameln- Pyrmont  - Polizei Hameln  - DRK Hameln  - Die Tafeln, Hameln  - HSC Blau-Weiß-SchwalbeTündern von 1928 e.V  - INTERHELP e. V.  - Elisabeth-Selbert Schule, Hameln  - EDEKA-Markt DURASIN, Hameln-Afferde   Verschiedene Kooperationspartner unterstützten besonders einzelne Angebote des „Kuckucksnests“: - vorschulische Sprachförderung mit Grundschule Rohrsen, - „Gesundes Kochen“ mit der Hamelner Tafel und EDEKA-Markt DURASIN - „Komm bolzen!“ mit HSC Blau-Weiß-Schwalbe Tündern von 1928 e.V - Individuelle Deutschsprach- und Förderkurse an dem PC mit dem Paritätischen Hameln-Pyrmont - Kleiderkammer mit dem Hamelner DRK. Diese Zusammenarbeit bedeutet für uns eine wesentliche Unterstützung und Förderung der Integration der Zuwanderer im Wohnumfeld Kuckuck/ Rohrser Warte. Vor einem Jahr erhielt das „Kuckucksnest“ eine besondere Unterstützung durch das Projekt „JUGEND STÄRKEN im QUARTIER“, das in Kooperation mit dem Landkreis, der Stadt Hameln, der Impuls GmbH und dem JobCenter durchgeführt wird. Für dieses Projekt wurde direkt über dem „Kuckucksnest" eine Wohnung angemietet und der Treffpunkt  "ZaK- Zusammen am Kuckuck“ eröffnet. Das Projekt begleitet Jugendliche und junge Erwachsene bei ihrer schulischen, beruflichen und sozialen Integration. Damit bündelt das „Begegnungshaus Kuckuck 14“ unter einem Dach vernetzte Angebote.  Öffnungszeiten Montag, Dienstag, Mittwoch von 9:00 bis 16:00 Uhr Donnerstag, Freitag von 10:00 bis 16:00 Uhr Einmalige Aktionen und Veranstaltungen (Sommer-Projekte, Feste etc.) werden auch außerhalb der Öffnungszeiten organisiert.
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